Abnehm Mythen

DiEat Coach

Veröffentlicht: 29 Mrz, 2020

Die größten Abnehm Mythen!

Es gibt viele Tipps, Ratschläge und Meinungen im Internet, wie du am besten abnehmen solltest.  

Doch viele dieser Informationen sind auf persönliche Überzeugungen gestützt, anstatt auf wissenschaftliche Erkenntnisse. 

Weizenmehl sorgt dafür, dass du zunimmst, mit Zitrone kannst du Fett am Bauch verlieren oder Saftkuren entgiften deinen Körper.  

Es gibt viele Abnehm-Mythen, die so einfach nicht stimmen. In diesem Artikel erfährst du, welche hartnäckigen Mythen endlich verschwinden müssen.  

Das Problem mit Abnehm-Mythen 

Es gibt Abnehm-Mythen, die sich auch noch Jahrzehnten halten, obwohl sie Jahr für Jahr widerlegt werden.  

Zucker ist böse, abends essen macht dick, Apfelessig hilft dir abzunehmen, usw.  

Bei fast allen Abnehm-Mythen handelt es um Pauschalisierungen und sehr eindimesionalen Betrachtungsweisen. Irgendetwas ist gefährlich, ungesund oder ein Dickmacher. Doch der Kontext wird dabei immer außer Acht gelassen. 

Das Problem dabei ist, dass wir ganze Lebensmittelgruppen beginnen aus unserer Ernährung zu streichen, obwohl diese viele Vorteile für unsere Gesundheit und das Abnehmen haben können.  

Daher muss über Diät-Mythen gesprochen werden. Sie schränken uns ein und vermitteln uns einen Glauben, der eigentlich gar nicht der Wahrheit entspricht.  

Kommen wir nun zu den größten Abnehm-Mythen, die du nicht länger glauben solltest. 

Mythos 1: Proteine sind schlecht für dich! 

Abnehmmythen

Regelmäßig werden Artikel veröffentlicht, welche dir erklären versuchen, warum Proteine gefährlich sein können.   

Meist drehen sich solche Artikel darum, dass Eiweiß deine Nieren schädigt. Daher werden eiweißhaltige Diäten gerne verteufelt. Auch Proteinpulver wird diesbezüglich gerne kritisiert. 

Allerdings untersuchte eine Meta-Analyse diese Problematik. Dafür wurden über 28 Studien betrachtet, die insgesamt über 1350 Teilnehmer hatten. 

Die Resultate zeigten, dass eiweißhaltige Diäten, Nieren von gesunden Erwachsenen nicht schädigen.  

Hast du also keine Probleme mit deinen Nieren, ist es für dich völlig harmlos eine eiweißhaltige Ernährung aufrechtzuerhalten. 

Das Problem bei diesem Abnehm-Mythos ist, dass ein Nahrungsbestandteil untergeht, der aber hervorragend zum Abnehmen geeignet ist. Tatsächlich spielt Eiweiß beim Abnehmen eine entscheidende Rolle. 

Denn Proteine wirken sättigender, als die anderen Makronährstofffe und helfen uns dabei, während einer Diät Fettmasse und nicht Muskeln abzubauen (Vor allem in Kombination mit Training). Eiweiß ist somit absolut wichtig, wenn wir uns in einer Diät befinden.  

Es wäre einfach Schade, wenn deine Nieren normal funktionieren, du aber Angst hast Eiweiß zu essen, nur weil solche Abnehm-Mythen immer noch existieren. Vor allem beim Abnehmen müssen wir auf ausreichend Eiweiß achten! 

Das heißt auch nicht, dass du nur Eiweiß essen solltest. Doch jeder deiner Mahlzeiten, sollte proteinhaltig sein. 1,5g Protein pro Kilogramm Körperwicht ist für den täglichen Bedarf absolut ausreichend.  

Mythos 2: Supplemente sind notwendig, um abzunehmen 

Diät Mythen

Es gibt viele Abnehm-Mythen, die sich auf Supplemente und deren Wirkung beziehen.  

Doch es gibt sehr wenige Informationen, die zeigen, dass Supplemente nachweislich zum Abnehmen geeignet sind. 

Mit der passenden Ernährung können wir hervorragend abnehmen. Es gibt unzählige Lebensmittel, die uns eine Diät erleichtern können. Kein Supplement kann da mithalten. 

Hinterfragen wir, wie solche Diät-Supplemente funktionieren, sehen wir schnell, warum uns diese nicht weiterhelfen werden.  

Meist versuchen diese Mittel unsere Fettverbrennung anzuregen. Das ist allerdings nur um ein paar Prozente möglich und flacht mit der Zeit ab.   

Die paar extra Kalorien, die durch manche Supplemente verbrennt werden, machen sich selbst im Optimalfall erst nach Monaten bemerkbar. 

Dazu kommt, dass solche Supplemente gerne als Ersatz, nicht als Ergänzung, verwendet werden. Doch ist deine Ernährung zu kalorienhaltig, wird dir kein Mittel helfen können.  

Mythos 3: Kohlenhydrate machen dick 

Der Ruf von Kohlenhydraten ist bekanntlich eher schlecht. Allerdings viel schlechter, als er sein müsste. 

Wenn wir von Nudeln, Reis, Brot hören, dann assoziieren wir diese automatisch mit Dickmachern. Daher zählt diese Problematik auch zu den größten Abnehm-Mythen. 

Doch schauen wir uns einfach die Fakten an. Eine Meta-Analyse betrachtete dazu 48 randomisierte Studien. Das ist übriges einer der besten Studiendesigns, für aussagekräftige Antworten.  

Diese Analyse wollte herausfinden, wie die verschiedenen Diätformen, wie Low-Carb oder High-Carb (oder Low-Fat) den Abnehmerfolg beeinflussen. 

Das Ergebnis zeigt, dass nach 6 Monaten die Low-Carb Gruppen im Schnitt 8,73kg abgenommen haben. Bei den Low-Fat, also kohlenhydratreicheren Gruppen waren es durchschnittlich 7,99 kg.  

Nach 12 Monaten waren es allerdings 7,25kg bei der Low-Carb Gruppe und 7,27kg bei der Low-Fat Gruppe.  

Somit nehmen diese Gruppen nahezu gleich viel ab, obwohl es große Unterscheide hinsichtlich der Kohlenhydratmengen gibt.  

Kann es also sein, dass Kohlenhydrate dick machen, wenn Leute, die sich kohlenhydratreich ernähren, gleich viel abnehmen, wie jene, die sich kohlenhydratarm ernähren?  

Das bestätigt nur, dass es auf die Kalorien darauf ankommt, nicht die Makronährstoffe.  

Mythos 4: Sport kompensiert eine schlechte Ernährung 

Abnehm Lügen

Wir alle kennen es. Wenn wir einmal zu viel gegessen haben, denken wir, dass es jetzt dringend notwendig wäre, joggen oder trainieren zu gehen.  

Das Problem ist aber, dass Training zwar den Kalorienvebrauch erhöht, aber bei vielen Leuten gleichzeitig den Hunger, sodass wir durch mehr Essen die Kalorien teilweise ausgleichen.  

Dazu kommt, dass es viel aufwendiger ist, den Kalorienverbrauch durch Training zu erhöhen, als die Kalorienzufuhr durch Ernährung zu reduzieren.  

Was fällt dir leichter? Eine halbe Stunde Sport oder einen Schokoladenriegel weniger zu essen? Mit beiden Varianten kannst du ungefähr gleich viele Kalorien ausgleichen. 

Sport ist aufwendig, während die Entscheidung etwas weniger zu essen sofort geschehen kann.  

Das heißt nicht, dass Training nicht effektiv sein kann!  

Ganz im Gegenteil. Doch der Glaube, dass Bewegung, vor allem Cardio notwendig ist, um eine kalorienreiche Ernährung wiedergutzumachen, ist der falsche Ansatz. 

Besser ist es zuerst die Ernährung in den Griff zu bekommen und zu optimieren. Die Kombination aus Ernährung und effektiven Training ist unschlagbar. Doch nur mit Sport alleine versuchen abzunehmen, ist oftmals keine nachhaltige Strategie.  

Mythos 5: Nicht jeder kann abnehmen 

Es besteht kein Zweifel darüber, dass manche Leute leichter abnehmen, als andere.  

Doch das bedeutet nicht, dass es Leute gibt, die nicht abnehmen können. 

Leser von DiEat wissen: 

Nur im Kaloriendefizit kann abgenommen werden. Nimmst du also nicht ab, liegt es daran, dass du zu viele Kalorien aufnimmst. 

Denn befindest du dich im Kaloriendefizit, musst du abnehmen! Dein Körper hat in diesem Zustand keine andere Wahl, als seine Reserven zu verbrennen. Die Folge davon ist, dass sich dein Gewicht verringern muss. 

Tatsächlich ist es oft so, dass unser Kopf uns einen Streich spielt. 

Studien zeigen, dass Leute, die davon ausgehen, nur ungefähr 1000 Kalorien aufzunehmen, sich deutlich unterschätzen können. Misst man deren tatsächliche Kalorienzufuhr, zeigt sich, dass diese Leute ihre Kalorienzufuhr um Tausende Kalorien unterschätzten! 

Abnehmen kann Zeit benötigen. Sei nicht zu ungeduldig und haben die richtige Erwartungshaltung.  

Fazit 

Sei einfach vorsichtig bei pauschalen Aussagen, wie Proteine können ungesund sein, Kohlenhydrate machen dick oder ohne Sport kannst du nicht abnehmen. Solche Aussagen bringen uns nicht weiter.  

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